Kulturlichter: Spot an für die Kultur!

Lesen im Schwingschritt

Manuel Andracks Erstlingswerk Du musst wandern, das 2005 herauskam, kann, wie er im Vorwort schreibt, keinen klassischen Wanderführer ersetzen. Es soll vielmehr Lust aufs Andern machen…

…und das macht es auch! Manuel Andrack beschreibt mit viel Leichtigkeit und in einer sehr angenehmen Sprache, Wandertouren durch die deutschen Mittelgebirge. Mit seinem Vater, seinen Töchtern, Freunden und alleine.
Es handelt sich um ein äußerst erfrischendes Buch, einfach zu lesen, es macht gute Laune und hat einen ganz bestimmten Humor, der an ein, zwei Stellen auch an Harald Schmidt, mit dem Andrack immer wieder zusammen arbeitet und befreundet ist, erinnert.
Allerdings ist Andrack kein Witzebuchschreiber. Er geht souverän ans Thema ran, beschreibt die Routen, die er macht, fällt Urteile über die Restaurationen, in denen er einkehrt. Das Ganze ist mit Anekdoten und persönlichen Geschichten verwoben, ein Wanderführer ist dieses Buch wie gesagt nicht. Es ist übers Wandern und es macht großen Spaß, das Werk zu lesen.

Ein bisschen langatmig wirds dann bei die letzten beiden Touren, weil man Andracks Prinzip dann schon kennt… außerdem sah ich mich genötigt, etwa 4 Seiten, auf denen er sich als Fan über den 1. FC Köln und seine Frustwanderungen nach Auswärtsspielen des FC auslässt, nur querzulesen. Aber wer FC-Fan ist, wird das sicher auch gut finden.

Erschienen im Kiwi-Verlag Köln, der inzwischen weitere Andrackbücher verlegt.
http://www.kiwi-koeln.de/

Das dynamische Duo in Fahrt

September 2008 war es wieder soweit:
Das Dynamische Duo schlug zu!

DJ Luke bearbeitete DJ- Software und eigens heruntergeladene Songs grandios, während Lichtmaschine Konny die Regler flitzen ließ. Doch Bilder sagen mehr als Worte…

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Testbericht: Eurolite Pilzfächer

Vor wenigen Tagen konnte ich der Versuchung niedrigen Preises einfach nicht mehr widerstehen und besorgte mir bei Conrad einen der dortigen Bestseller: Den Eurolite DS-10.

Mit nur 60 Euro ist das Gerät vergleichsweise preiswert. (Habe zu spät entdeckt, dass Amazon den Effekt für nur 32 Euro verkauft.)
Es wiegt 2,8 Kg und wird mit einer 100W- Stablampe, wie sie sonst in kleinen Flutern Anwendung findet, bestückt.

Zum Einsetzen der Lampe muss man die gesamte Front des Gerätes abschrauben, was etwas umständlich ist. Außerdem klemmt die Platte, in der die Linsen sitzen zumindest bei meinem Lichteffekt, was das Abnehmen zusätzlich erschwert.

Die im Lieferumfang befindliche Lampe einzusetzen, ist leicht. …Dabei gleich mal ein Foto gemacht für den Blog:

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Es geht weiter mit der Anwendung des Gerätes.

Zuerst einmal das Positive:

Die 15 Linsen sind sehr abwechslungsreich eingefärbt. Nicht nur das gewohnte Blau, Grün, Gelb und Rot, sondern auch ein schickes Lila, Rosa (das sich aber kaum vom Rot unterscheidet) und Orange befeuern die Augen. Weiß fehlt. Licht aus Lüftungsschlitzen tritt nur hinten aus, wo es nicht stört. Das Metallgehäuse überhitzt nicht sofort, wie bei 250W- Effekten, und die geringe Lampenleistung gestattet den Dauerbetrieb des Gerätes. Die Lampe hält lange, kann selbst im Baumarkt nachgekauft werden und kostet nur etwa 2 Euro.

Folgende Minuspunkte fallen auf:

Leider ist der Effekt relativ dunkel, das Mikrofon ist äußerst unempfindlich, sodass Soundsteuerung, bei der sich die Fächer drehen, nur bei Discolautstärke möglich ist.

Fazit:

Man bekommt einen schönen, abwechslungsreichen Effekt für kleine Räume und Dekoanwendungen. Viele Farben und lange Lampenlebensdauer, aufgewogen mit relativer Düsterkeit und etwas hässlichem Pilzdesign ergeben die Note 2-

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Licht und Literatur zum 27. Geburtstag

Liebe gestrige Gäste!

Es war sehr schön mit Euch, vielen Dank nochmal für alle Geschenke

Ich hoffe, ihr seht fleißig die Lichtshow-CD.

Hier einige Fotos unseres Abends:

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Hui Buh wiederbelebt – Wie sehr ist er noch der Alte?

6 Folgen sind schon erschienen: Alle in diesem Jahr, nachdem der gleichnamige Kinofilm das Gespenst zurück in unsere Köpfe gespukt hat. Alte und neue Fans sind gespannt auf die vierte Folge, die in einem Monat veröffentlicht wird. – Doch ist überall Hui Buh drin, wo auch Hui Buh drauf steht?

1969 kam die erste Hui Buh- Folge heraus. Das Gespenst musste seitdem schon viele Widersacher von seinem Schloss vertreiben. Doch es gab Besonderheiten, die Hui Buh unvergesslich machten: Ich erinnere an die altertümlich gehaltene Sprache, das Zerbrechliche an Hui Buh, das schon in der von Hans Clarin beigesteuerten Stimme lag, und die Weigerung des Autors, schmierige Happy Endings einzubauen. All das machte Hui Buhs Abenteuer zu etwas Besonderem…

… Und nun die Fortsetzung. Clarin kann man nicht ersetzen, aber müssen Sprecher und Regie aus Hui Buh solch ein quäkendes, emotionsloses Gespenst machen?

Doch auch Positives gibt es zu berichten. Beispielsweise zahlen Hui Buhs Freunde, wie es sich für eine Traumstimmung gehört, in Goldtalern und nicht in Euro. Selbst ein Fahrstuhl, der in den alten Hörspielen schon stimmungstötend wirkte, wurde abgeschafft. “Hui Buh” geht weiter und ich hoffe, dass trotz der unnötigen Kinderrollen – die alten Hörspiele wiesen keine Kinder auf und trotzdem war Identifikation seitens der Kinder, die die Hörspielreihe konsumierten, gegeben – Hui Buh seinen Charme behalten wird.

Die Gefahr ist, dass Hui Buh als berühmter Markenname missbraucht wird, um ein weiteres sinnloses Kidshörspiel zu produzieren. Doch wenn die Musik romantisch und die Sprache irritierend ritterlich, dem Bild, was jeder von uns unter “ne krasse Zeit her” hat bleibt, gibt es für Hui Buh eine Chance, am Leben zu bleiben!

Lichteffekte und Effektlicht – Eine Einführung

Viele Menschen sehen sie zuerst bei Conrad Electronik: Partyeffekte und Scheinwerfer. Doch was kaufen? Welcher Lichteffekt ist für den Alleinunterhalter am besten, was braucht eine Disco, ein DJ und was ist für den Partykeller geeignet?

Dieser Text liefert Antworten!

Erste Frage: Wo will ich den Effekt einsetzen? Im Partykeller bieten sich kleinere Effekte an: Ein Flower produziert ein Bündel aus sich drehenden Lichtstrahlen. Es gibt auch sogenannte Goboflower, wo dann die Strahlen noch verschiedene Muster aufweisen (Gitter, Sterne, etc.).

Solch ein Flower ist der Standart für den Partykeller. Da er Strahlen produziert, wirkt er allerdings nur im Zusammenspiel mit Nebel.

Ich würde nie mehr eine Nebelmaschine von Eurolite kaufen! Zu kurze Lebensdauer.

Bei mir hält eine Maschine von JEM bereits 5 Jahre, auch eine Maschine von Hersteller Martin erreichte 4 Jahre. Eurolite bringts bei mir nur auf 8 Monate.

Ansonsten hat Eurolite jedoch ein ganz gutes Preis-Leistungsverhältnis… oder, sagen wir mal so: Der Preis ist wenigstens niedrig. Euroliteprodukte findet man z.B. bei Conrad Elektronic und in diversen online-Versandhäusern, von denen das preiswerteste meist www.ts-audio.de ist, ein Blick in online-Preisvergleichslisten ist allerdings angebracht. Achtung bei billig-Anbietern: Manchmal stehn in den AGB interessante Dinge wie „bei einer Bestellung unter 200 Euro wird eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr von 40 Euro erhoben“. Lesen der AGB ist also empfehlenswert.

Nun haben wir eine Nebelmaschine (empfohlene Marken sind JEM, Martin und Antari) und einen Flower. Doch welchen Flower werden wir kaufen?

Es gibt sehr große Flower mit 300 W-Halogenlampen. Diese Lampen haben eine sehr geringe Lebensdauer (75 h) und der Flower ist für einen Partykeller zu hell und frisst unnötig Strom. Außerden braucht er einen Lüfter, der laut ist.

Besser geeignet sind Flower mit 12V/ 50W- Lampen, die jahrelang leuchten und sogar in einigen Supermärkten nachgekauft werden können.

Wer etwas neumodischer sein will, kauft einen LED-Flower. Hierbei ist unbedingt darauf zu achten, dass 1-Watt- LEDs eingesetzt werden! Die Flower mit Bezeichnungen wie „Eurolite CC-18“ haben 18 LEDs und sind viel zu dunkel selbst für Dunkelkammern.

Bei LED- Flowern kann man sichergehen, dass sie hell sind, indem man in der Produktbeschreibung auf Sprüche wie „so hell wie Halogen“ achtet. Diese Flower sind in der Regel hell genug. Arbeitet das Gerät dann noch mit wenigen LEDs, so kann man davon ausgehen, dass diese sehr hell sind. Viele LEDs pro Gerät sind ein Alarmsignal!

Dann gibt es noch die sehr abwechslungsreichen Goboflower. Allerdings haben diese einen enormen Nachteil: Sie arbeiten i.d.R. mit einer 24V/ 250W- Lampe, die einen schweren Trafo braucht, wodurch diese Geräte schnell mal 8 kg wiegen. Außerdem sind auch diese Lampen extrem schnell kaputt und die Ersatzlampe kostet über 10 Euro.

Moving Heads, also Scheinwerfer, die positioniert werden können, sind mehr was für Alleinunterhalter mit großem Geldbeutel. Sie machen keinen Sinn, wenn man nicht ein Pult hat, um sie fernzusteuern.

Das Selbe gilt für Scanner; Scheinwerfer, die ihren Lichtkegel über einen Spiegel kreisen lassen.

Zwischen diesen Profischeinwerfern gibt es mehrere Unterschiede: Will man eine wilde Technoparty beleuchten, greift man eher zum Scanner, da der Spiegel eine schnellere Bewegung erlaubt als der kopfbewegte Scheinwerfer. Außerdem sind Scanner kleiner, leichter und leiser im Betrieb, sowie preisgünstiger.

Plant man ein Großkonzert im Stadion, wird man auf die oftmals helleren Moving Heads zurückgreifen.

Scheinwerfer: Nichts für den Partykeller, da sie viel zu hell sind und Helligkeit die Stimmung tötet.

Der Alleinunterhalter oder die Band wird jedoch seitlich der Bühne Scheinwerfer aufstellen, die die Musiker beim Werke erleuchten.

Auch wenn LED-Lichter zu dunkel für richtig große Konzerte sind, bilden Kleinkonzerte im Hinterzimmer eines Lokals o.ä. jedoch die Grenze, wo auch noch LED-Scheinwerfer eingesetzt werden können. Statt der alten Par-Scheinwerfer, die mit ihrer Leistung von 300 bis 1000 W pro Stück ohne Ende Strom saugen und die Männer auf der Bühne unnötig heiß machen, empfehlen sich RGB- LED Leuchten in herkömmlichen Scheinwerfergehäusen. Diese können alleine laufen oder mit Pult angesteuert können, wodurch dann eine Unzahl von Farb- und Blinkeffekten hergestellt werden kann.

LEDs sind zudem in Blitzern (gern auch Stroboskope genannt) sehr gut untergebracht. Herkömmliche Blitzer verwenden gasgefüllte Lampen, in denen sich Blitze entladen. Und zwar mit lautem ‚Knack’, der durch Schwingungen des Reflektors und das ansonsten relativ hohle Gehäuse des Gerätes noch verstärkt wird. Wer’s also nicht ganz so hell braucht und einen leisen Blitzeffekt bevorzugt, wählt weise einen LED-Blitzer.

Weniger Sinn jedoch machen die LED-Schwarzlichtlampen. Sie sind, ohne jegliche Vorteile gegenüber den herkömmlichen Schwarz- Lichtern zu haben, ungleich teurer. Wer an die Umwelt denkt, wird eine Schwarzlicht- Leuchtstoffröhre kaufen und keinen 125-, bzw. 400W- Schwarzlichtscheinwerfer. Die Schwarzlichtröhren halten praktisch ewig, brauchen kaum Strom, sind überall zu kaufen und preiswert.

Merke: Schwarzlichtröhre, LED-Stroboskop, Flower mit 50W- Lampe oder 1W- LED(s). Wers hell mag, verwendet zusätzlich sicherlich gerne LED- Scheinwerfer. Wer keine Farbwechsel braucht, kann auch einen normalen Scheinwerfer mit Farbfolie verwenden – LED-Scheinwerfer machen nur Sinn, wenn man Farbwechsel haben möchte.

Fehlt nur noch eine Spiegelkugel und unser Partykeller ist perfekt!

Spiegelkugeln kann man mit meinem Lieblingsscheinwerfer sehr gut beleuchten: Dem Par 36. Dieser Scheinwerfer ist klein, leicht, billig, die Birne hält Jahrelang und er ist hell, aber nur am beleuchteten Punkt, wie etwa der Spiegelkugel. Oft gibt es in Baumärkten oder Elektronikgeschäften Sets mit Par36, Spiegelkugel (mit Motor) und Farbwechselscheibe für den Spot zu kaufen, die recht günstig sind.

Laser: Laser gibt es von 30 Euro bis 3 Mio. Euro, ohne Kühlung, mit Ventilator oder mit Wasserkühlung, bei der das Wasser in Badewannentemperatur wieder aus dem Gerät herauskommt.

Ein Laser sollte nur so groß sein, wie für den Zweck unbedingt erforderlich. Laser nur über Augenhöhe arbeiten lassen (am Besten auf einen Schrank oder einem Stativ montieren)!

Ansonsten kann man nicht viel falsch machen. Alle Laser der Klasse 2 b oder niedrigerer Klassen sind relativ ungefährlich und für den Dauerbetrieb geeignet.

Lasersimulatoren sind oft sehr dunkel und laut (durch Lüfter und großen Spiegel, der umherzuckt), also lieber gleich einen richtigen Laser kaufen!

Weitere Effekte: Schneemaschine, Schaummaschine, Seifenblasenmaschine und Dunstmaschine.

Schnee- und Schaummaschinen sollte man eigentlich nur draußen verwenden. Sie sind leider relativ laut. Schneemaschinen gibt es bereits zu erschwinglichen 60 Euro, Schaummaschinen kosten etwas mehr (ab 200 euro).
Seifenblasenmaschinen produzieren meist weniger Seifenblasen als der Kunde sich wünscht. Außerdem klebt der Fußboden selbst nach kurzem Einsatz solch eines Gerätes unsäglich. Wer keinen Balkon oder Garten hat, lässt also lieber die Finger davon.

Dunstmaschinen können Nebelmaschinen gut ersetzen. Der Vorteil: Es wird weniger Nebelfluid verbraucht, da ein eingebauter Lüfter den Nebel besser verteilt. Es gibt keine Nebelwolken mehr, die erst noch im Raum verteilt werden müssen. Selbst kleine dunstmaschinen lassen sich per integrierter Zeitschaltung besser programmieren als Nebelmaschinen.

Nachteil: Der Lüfter ist laut. Außerdem ist eine „Dunstsuppe“ auch langweiliger, als die Struktur von Nebelwolken. (Bei Großveranstaltungen werden Dunst- und Nebelmaschinen daher kombiniert, indem die ersteten für einen Grundstock an Nebel sorgen, die letzteren für Wolken gezielt eingestzt werden.)

Die beste Marke: Eigenbau

Was unternimmt man, wenn der alte Flower eine Sicherung nach der anderen durchhaut und man aus dem Gehäuse einen neuen Lichteffekt zaubern möchte?

Man schlachte das Gehäuse des alten Gerätes aus: Alle elektronischen Bauteile wie Kabel (mit der Zange wegkneifen) und Platinen (abschrauben)…
Dann nehme man einen 150 W- Fluter, entferne aus selbigem den Reflektor und passe den Fluter in das Gehäuse des ehemaligen Lichteffektes ein.

Mit einer Zange das alte Gehäuse an der hinteren Oberkante etwas nach oben biegen, durch das entstandene Loch das Kabel des Fluters nach außen führen.

Gehäuse wieder zuschrauben.

…und schon hat man einen Lichtfächer! – Denn durch die Linse des ehemaligen Flowereffektes wird nun die Stablampe des Fluters abgebildet.
Hier zwei Fotos des neu entstandenen Lichteffekts:

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Gnadenlos authentisch – Jan Hegenberg

Er vertont Inhaltsstofflisten von Duschbädern und französische DVD Player – Bedienungshinweise. Er verrappt per Chat zugesandte Reimworte in seiner eigenen Radiosendung, singt auf Englisch und Deutsch und, was weniger zu ihm passt, liebäugelt in Songs wie “Ratamatata” seit Neuestem mit Hardrock.
Jan Hegenbergs Songs behandeln außer Politik fast alle Themen männlicher, allzu menschlicher Existenz. Frust mit Frauen und PC-Spielen, alte Omas im Bus und anderer Unflat werden besprochen. Seine Professionelle Unprofessionalität macht ihn ungemein authentisch, vor allem auch, da er weder Berater, noch Verlag hat, die ihn in seiner Kreativität ausbremsen oder seine so wertvollen Kanten textlicher Direktheit abschleifen würden. Ob man aus dem Ruhrpottler einen langweiligen Kommerzsänger machen könnte, wage ich allerdings auch zu bezweifeln. – Zumindest wäre es schade um ihn.

Der Gamer-Sänger ist unbändig und tappt dabei durch seine selbstironische Art trotzdem nicht in die Falle der Peinlichkeit. Als Entertainer auf seinen Konzerten versprüht er ein buntes Feuerwerk aus humorigen Ansagen und Talk mit dem Publikum, wobei er die Songabfolge auf Zuruf variiert.
Eine Entwicklung gibt es auch bereits zu verzeichnen. Während in den Anfangsjahren Akustikklampfe und Gamertexte der Branche überwogen, aus der Jan ursprünglich stammt, gibt es nun auch Songs über andere Themen als Spiele und englische Texte. Eine Band kooperiert mit dem ehemaligen Biostudenten mittlerweile auch und bringt weitere Einfüsse mit.
Hegenberg hat eine Sänger- und Songwriterkarriere durchgemacht, die an Genesis, Pink Floyd und die Pet Shop Boys erinnert. Keine dummen Prolls aus Deutschland sucht den Superstar, die einige Zeit lang von Managern missbraucht werden, sondern Leute, die für ihre Musikkarriere die Universität abbrechen, braucht die Kunst! (Der Keyboarder der Pet Shop Boys, ein Architekt, hat gerade mal eine einzige Treppe in England entworfen, bevor die Musikkarriere anfing, Pink Floyd und auch New Order haben sich über die Uni kennen gelernt.)
Sollte es Bedarf an einem Lichttechniker geben, fahre ich gern mal auf einer Tour durch Deutschland mit!

Dublinreise Silvester 07/ 08 wirft Fragen auf

Warum sind in Dublin alle Brücken so niedrig, dass kein Schiff drunterdurchfahren kann?

Warum hängt im Essensraum des Hostels der den Iren so verhasste Union Jack?

Warum feiern die Dubliner Silvester gänzlich ohne Feuerwerk?

– Diese Fotos liefern keine Antworten, jedoch einige interessante Eindrücke:

1: Meine Mitreisenden, meib Bier (im Pub)

2: Brücke mit den Farben der Irlandfahne. Das die Engländer symbolisierende Orange fehlt!

3: LEDs, wie hier in Bäumen, sind in Dublin weit mehr verbreitet als in Berlin…

4: Musiker in einem Pub. Von ihnen habe ich eine CD erstanden :)

5: Forscher vor der National Library

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Keine Illusion

“Die Perser” von Aischylos im Deutschen Theater (Dezember 2007)

Mitten in der Vorlesung gähnt ein Student sehr hörbar. Der Professor sagt: “You leave me no illusion about my job.”

Die Schauspieler sind sehr professionell, wie immer im Deutschen Theater. Auch an der Garderobe steht genug Personal, sodass es schnell geht. Und auf den Toiletten riecht es nicht mehr, wie angeblich früher, nach DDR.
Nach einem etwas peinlichen Sinnlosintro fängt der Chor, bestehend aus einer Frau, zu rezitieren an. Das Bühnenbild, bestehend aus einer riesigen, gelben drehbaren Mauer, ist sehr funktionell und minimalistisch. Es wird immer spannend, wenn diese Wand gedreht wird und auf der anderen Seite ein Mensch steht. Interessante Auftritte!
Auch die Regie hat alles aus dem Text herausgeholt – und trotzdem langweilen sich Teile des Publikums. Bleibt also die Frage, ob “Die Perser” überhaupt aufführbar ist, da es kaum Dialoge und keine Handlung aufweist.

Was das Deutsche Theater aus dem Stück gemacht hat, verdient bei aller Kargheit des Bühnenbildes und der Kostüme jedoch Respekt.

Eine Frau gähnt inmitten einer Atempause des Xerxes. Im Publikum breitet sich ein leises Lachen aus. Xerxes tritt zum Bühnenrand vor und ruft die besten beiden Worte des Stückes ins Publikum : “Geht! — Leise.”