Kulturlichter: Spot an für die Kultur!

Yes, die Pet Shop Boys leben noch

Die Erwartungen waren niedrig. Nach der naiv-dummen Vorabsingle ‚Love etc.’ haben die Pet Shop Boys jedoch ein Album herausgebracht, dass sich durchaus hören lassen kann.

Ihr zehntes reguläres Album kommt in langweiligem Weiß daher, kontrastiert mit Farbspielen, die an das Cover ihres difficult-listening Albums ‚Introspective’ erinnern. Das Booklet fällt mager aus, zu den Songs gibt es weder Zeiten, noch sind die Texte lesbar, da man auf Zeilenumbruch und Stropheneinteilung verzichtet hat.
Die Scheibe gibt musikalisch jedoch einiges her, so entstehen beim Hören vor allem der ersten drei Tracks interessante Kontraste. Erst ein Liebeslied, dann ein fröhliches und ein sentimentales Lied. Track vier ist gänzlich nichtssagend und wie die Singleauskopplung auch textlich schwach, ganz im Gegensatz zum restlichen Album. Mit ‚Vulnerable’ zeigen die Jungs, dass typische 80er- Synths auch heute noch frisch klingen können. Der Kuschelsong besticht durch ohrwurmverdächtige Melodie und hat das Zeug zur zweiten Single.
Ein weiteres Highlight ist das düstere ‚Building a wall’, welches neben dem einzigen Song mit Orchesteruntermalung, ‚Legacy’ zu den politischen Stücken des Albums gehört.
Neben ‚Building a wall’ gehört das stillere und gefühlsgeladene ‚The way it used to be’ zu den großen Nummern der zweiten Albumhälfte.

Alles in allem ein typisches Pet Shop Boys Album, welches keine wirklich schlechten Tracks aufweist (vgl. ‚Electricity’ auf ‚Bilingual’, ‘One and one make five’ auf ‘Very’), jedoch auch neue Ideen vermissen lässt – zwei Dinge, die sich leider nicht ausschließen.

Anspieltipps: Vulnerable, Building a Wall, The way it used to be
Überspringtipps: Love etc., Did you see me coming?

Schnee und Feuer 2009

Reise nie ohne Reisig!

Mutig auf den Schnee blickend, bebt die Bande ein letztes Mal, bevor die Fis-Weltcupafbahrt am zweiten Pistentag bezwungen wird.
Alle kommen unten heil an, man freut sich: Auch hier keine Schlange am Lift. Keine Beine, die zum Snowboarden und Skifahren benötigt werden, stehen Felix und ich (rechts im Bild) uns in den Bauch. Dafür nimmt man auch etwas Schneegestöber im über 1200 m gelegenen Skigebiet in Kauf!

Am Abend geht es dann in die familieneigene Hütte, der Feuermeister K. muss ran: Denn wenn das Haus bei der Ankunft so kalt ist wie der Garten, will niemand lange warten. Feuer muss her. Am ersten und kältesten Abend gings nicht so richtig, da das Reisig fehlte.

Alles in allem aber ein abwechslungsreicher Urlaub, auf dessen Fotos man gerne zurück klickt!

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Familie Flötz Klasse Klasse

Familie Flöz legte im Stück „Klasse Klasse“ orale Beats auf, die Masken waren wieder einsame Spitze und man kam, wie in der Werbung versprochen, (fast) ohne Worte aus.

Pantomine ohne Gesichtsmimik? Das geht, und zwar im Admiralspalast Studio, wo gestern Fabi und ich eine wundervolle Schulklasse aus Puppen dabei beobachten durften, wie sie in Bio versagten, Romanzen ausstanden, die Rolle des Klassenclowns (Bart lässt grüßen) aushandelten und einiges mehr erlebten.

Das Ganze wurde vom deutschen Beatbox- Meister Daniel Mandolini begleitet, der alle Geräusche selbst produzierte, unterstützt nur von einer Loop-Maschine und einer akustischen Gitarre. Ihm beim Werke zuzuschauen, war fast ebenfalls so spannend, wie die Puppen auf der Bühne tanzen zu sehen.

Nach der Inszenierung Teatro Delusio, die von mir hier http://www.bierlichter.de/index.php/137/theater-in-ruckansicht.html ebenfalls gute Noten bekam, und diesem neuerlichen Erfolg, kann hier nur gesagt werden: Geht hin, Leute, wenn die Familie Flöz wieder aus ihrem bewegten Leben berichtet!

Spiel’s noch einmal, Sam! Erster Filmabend am 23.2.09

Auftakt der Filmabende ein voller Erfolg!
Mit Cola und Bananensaft begossen wir den größten Klassiker der Filmgeschichte und einen Gruselwestern von Terence Hill

Es tröpfelt schon mein Sohn, der Windel schnell zum Hohn…

…so nass wurden die Augen der Zuschauer von Casablanca, dem Film, wo die Frau mit dem Mann spielt, nicht; jedoch geweint wurde viel in dem Streifen. Was hier eher peinlich klingt, blieb bei diesem Film jedoch für die 7 Zuschauer (siehe Foto) an diesem Freitag, dem 13. aushaltbar. Zu witzig war der Film inszeniert, als dass jegliche schlechte Gefühle aufkommen konnten.

Bananenweizen half uns’re Gaumen beizen, als wir dann den zweiten Film sahen, der endlich dem Datum des Abends Rechnung trug: “Ein schöner Zug von Geisterhand”, die Lucky Luke- Verfilmung mit Terence Hill. Dieser Film wurde übrigends unter http://www.farbfilmblog.de/index.php/122/lucky-luke-auf-geisterjagd-tv-serie von Luke und mir genauer unter die Lupe genommen. Deshalb soll hier nicht zu viel verraten werden.

Hier noch ein Bild der glorreichen Zuschauer

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Kein Eis im Winter: Hegenberg heizt

Jan Hegenberg und Berliner Fans rocken die Kälte aus den Knochen, Bericht über einen Abend im Kato.

Man beginnt Konzertkritiken nicht mit etwas negativem. Das weiß ich.

Der erste Frust war, dass das Kato zehn Minuten zu spät mit dem Einlass begann und der alte Mann an der Garderobe völlig überfordert war. Eine Hilfe wäre hier sehr angebracht. Jan Hegenberg begann zu spielen, während ich gerade meine Jacke abgab, und mir folgten noch etwa 15 Leute…

Die Crew von Hegenberg war äußert gelassen, der Bassist markierte wie immer den Einlasser (was er sehr gut macht), eine Frau stempelte Hände und sagte mir, sie hätten keine T Shirts dabei, da der Bandtransporter überfüllt gewesen sei.

Bleibt also festzustellen, dass die Leute der Hegenberg- Crew entschieden besser drauf waren als die lahmen Katobediensteten.

Nun zum Set: Hegenberg hat alle Knaller gespielt, wo gibt! Auch waren einige Songs aufgefrischt. So kam der Opener „Fette Elfe“ mit Südseefeeling durch gelungene Percussioneinlagen und geilem neuen Rhythmus daher. „Trendy Eistee“ wurde mit langem Impropart eingeleitet und „Ratamatata“ startete doch glatt a capella.

Von Eis war an diesem Winterabend nichts zu merken. Schon vor dem Konzert standen drei Reihen Fans vor der leeren Bühne und gröhlten Songs des Liedermachers. So klappten dann auch sämtliche Mitsingparts wunderbar, die jumpende Masse legte das Kato ordentlich tiefer. Jan selber und seine Band Bam! ließen so manchen Spruch von der Lippe purzeln, um den etwa 100 Zuschauern einzuheizen.

Die Becken des Schlagzeugs klangen manchmal etwas blechern, ansonsten war alles super abgemischt und erfreute die Ohren. Das Gitarrensolo der Rythmusgitarre hätte der Mischer allerdings etwas herausheben können.

Das Licht war, obwohl es im Kato eine gute Konzertlichtanlage gibt, sehr bescheiden. Mit etwa 8 Lichtstimmungen in den knappen zwei Stunden des Konzerts gab es gerade so viele, wie sonst schon in einem flotten Song von etwa 5 Minuten üblich sind. Auch hätte man die Nebelmaschine des Kato ja mal anwerfen können. Hätte dem Auge sehr gefallen!

Alles in Allem jedoch von Anfangsschwierigkeiten abgesehen ein gelungener Abend.

Lesen im Schwingschritt

Manuel Andracks Erstlingswerk Du musst wandern, das 2005 herauskam, kann, wie er im Vorwort schreibt, keinen klassischen Wanderführer ersetzen. Es soll vielmehr Lust aufs Andern machen…

…und das macht es auch! Manuel Andrack beschreibt mit viel Leichtigkeit und in einer sehr angenehmen Sprache, Wandertouren durch die deutschen Mittelgebirge. Mit seinem Vater, seinen Töchtern, Freunden und alleine.
Es handelt sich um ein äußerst erfrischendes Buch, einfach zu lesen, es macht gute Laune und hat einen ganz bestimmten Humor, der an ein, zwei Stellen auch an Harald Schmidt, mit dem Andrack immer wieder zusammen arbeitet und befreundet ist, erinnert.
Allerdings ist Andrack kein Witzebuchschreiber. Er geht souverän ans Thema ran, beschreibt die Routen, die er macht, fällt Urteile über die Restaurationen, in denen er einkehrt. Das Ganze ist mit Anekdoten und persönlichen Geschichten verwoben, ein Wanderführer ist dieses Buch wie gesagt nicht. Es ist übers Wandern und es macht großen Spaß, das Werk zu lesen.

Ein bisschen langatmig wirds dann bei die letzten beiden Touren, weil man Andracks Prinzip dann schon kennt… außerdem sah ich mich genötigt, etwa 4 Seiten, auf denen er sich als Fan über den 1. FC Köln und seine Frustwanderungen nach Auswärtsspielen des FC auslässt, nur querzulesen. Aber wer FC-Fan ist, wird das sicher auch gut finden.

Erschienen im Kiwi-Verlag Köln, der inzwischen weitere Andrackbücher verlegt.
http://www.kiwi-koeln.de/

Das dynamische Duo in Fahrt

September 2008 war es wieder soweit:
Das Dynamische Duo schlug zu!

DJ Luke bearbeitete DJ- Software und eigens heruntergeladene Songs grandios, während Lichtmaschine Konny die Regler flitzen ließ. Doch Bilder sagen mehr als Worte…

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Testbericht: Eurolite Pilzfächer

Vor wenigen Tagen konnte ich der Versuchung niedrigen Preises einfach nicht mehr widerstehen und besorgte mir bei Conrad einen der dortigen Bestseller: Den Eurolite DS-10.

Mit nur 60 Euro ist das Gerät vergleichsweise preiswert. (Habe zu spät entdeckt, dass Amazon den Effekt für nur 32 Euro verkauft.)
Es wiegt 2,8 Kg und wird mit einer 100W- Stablampe, wie sie sonst in kleinen Flutern Anwendung findet, bestückt.

Zum Einsetzen der Lampe muss man die gesamte Front des Gerätes abschrauben, was etwas umständlich ist. Außerdem klemmt die Platte, in der die Linsen sitzen zumindest bei meinem Lichteffekt, was das Abnehmen zusätzlich erschwert.

Die im Lieferumfang befindliche Lampe einzusetzen, ist leicht. …Dabei gleich mal ein Foto gemacht für den Blog:

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Es geht weiter mit der Anwendung des Gerätes.

Zuerst einmal das Positive:

Die 15 Linsen sind sehr abwechslungsreich eingefärbt. Nicht nur das gewohnte Blau, Grün, Gelb und Rot, sondern auch ein schickes Lila, Rosa (das sich aber kaum vom Rot unterscheidet) und Orange befeuern die Augen. Weiß fehlt. Licht aus Lüftungsschlitzen tritt nur hinten aus, wo es nicht stört. Das Metallgehäuse überhitzt nicht sofort, wie bei 250W- Effekten, und die geringe Lampenleistung gestattet den Dauerbetrieb des Gerätes. Die Lampe hält lange, kann selbst im Baumarkt nachgekauft werden und kostet nur etwa 2 Euro.

Folgende Minuspunkte fallen auf:

Leider ist der Effekt relativ dunkel, das Mikrofon ist äußerst unempfindlich, sodass Soundsteuerung, bei der sich die Fächer drehen, nur bei Discolautstärke möglich ist.

Fazit:

Man bekommt einen schönen, abwechslungsreichen Effekt für kleine Räume und Dekoanwendungen. Viele Farben und lange Lampenlebensdauer, aufgewogen mit relativer Düsterkeit und etwas hässlichem Pilzdesign ergeben die Note 2-

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Licht und Literatur zum 27. Geburtstag

Liebe gestrige Gäste!

Es war sehr schön mit Euch, vielen Dank nochmal für alle Geschenke

Ich hoffe, ihr seht fleißig die Lichtshow-CD.

Hier einige Fotos unseres Abends:

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Hui Buh wiederbelebt – Wie sehr ist er noch der Alte?

6 Folgen sind schon erschienen: Alle in diesem Jahr, nachdem der gleichnamige Kinofilm das Gespenst zurück in unsere Köpfe gespukt hat. Alte und neue Fans sind gespannt auf die vierte Folge, die in einem Monat veröffentlicht wird. – Doch ist überall Hui Buh drin, wo auch Hui Buh drauf steht?

1969 kam die erste Hui Buh- Folge heraus. Das Gespenst musste seitdem schon viele Widersacher von seinem Schloss vertreiben. Doch es gab Besonderheiten, die Hui Buh unvergesslich machten: Ich erinnere an die altertümlich gehaltene Sprache, das Zerbrechliche an Hui Buh, das schon in der von Hans Clarin beigesteuerten Stimme lag, und die Weigerung des Autors, schmierige Happy Endings einzubauen. All das machte Hui Buhs Abenteuer zu etwas Besonderem…

… Und nun die Fortsetzung. Clarin kann man nicht ersetzen, aber müssen Sprecher und Regie aus Hui Buh solch ein quäkendes, emotionsloses Gespenst machen?

Doch auch Positives gibt es zu berichten. Beispielsweise zahlen Hui Buhs Freunde, wie es sich für eine Traumstimmung gehört, in Goldtalern und nicht in Euro. Selbst ein Fahrstuhl, der in den alten Hörspielen schon stimmungstötend wirkte, wurde abgeschafft. “Hui Buh” geht weiter und ich hoffe, dass trotz der unnötigen Kinderrollen – die alten Hörspiele wiesen keine Kinder auf und trotzdem war Identifikation seitens der Kinder, die die Hörspielreihe konsumierten, gegeben – Hui Buh seinen Charme behalten wird.

Die Gefahr ist, dass Hui Buh als berühmter Markenname missbraucht wird, um ein weiteres sinnloses Kidshörspiel zu produzieren. Doch wenn die Musik romantisch und die Sprache irritierend ritterlich, dem Bild, was jeder von uns unter “ne krasse Zeit her” hat bleibt, gibt es für Hui Buh eine Chance, am Leben zu bleiben!