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	<title>Kulturlichter &#187; Rezensionen Konzert &#8211; Oper &#8211; Theater</title>
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		<title>Der Ring im Zeitentunnel</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 11:50:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Konstantin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen Konzert - Oper - Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[4 Tage lang ging es in den Ring des Nibelungen von Richard Wagner. Im Parkett sitzen wir leicht rechts &#8211; alles passt. Gestern wurde die Deutsche Oper Berlin 50 Jahre alt. Die Ring-Inszenierung von Götz Friedrich überzeugt, wie ihr nun lesen könnt:
Leider ist Kirsten Harms, die Dunstfee vom Schnürboden (sie setzte gern Dunst zur Unterstützung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>4 Tage lang ging es in den Ring des Nibelungen von Richard Wagner. Im Parkett sitzen wir leicht rechts &#8211; alles passt. Gestern wurde die Deutsche Oper Berlin 50 Jahre alt. Die Ring-Inszenierung von Götz Friedrich überzeugt, wie ihr nun lesen könnt:</strong></p>
<p>Leider ist Kirsten Harms, die Dunstfee vom Schnürboden (sie setzte gern Dunst zur Unterstützung des Lichts ein und ihre Bühnenbilder kamen selten ohne den Schnürboden aus) nicht mehr an der Deutschen Oper. Zum Auftakt der neuen Saison wurde nun der Ring des Nibelungen an der Deutschen Oper Berlin gleich zwei mal hinter einander aufgeführt.</p>
<p>Besonders ansprechend an der Friedrich-Inszenierung war der Zeitentunnel, ein nach hinten hin abfallender Tunnel im Industrial-Look. Die Schmiede des Rings liegt unter der Erde, die Fridrich mit Nebel, roten und weißen drehenden Spots und einer Art Lichtorgel perfekt als Disco inszeniert &#8211; und das 1984. Die Inszenierung wirkte immer noch lebendig und frisch. &#8211; Umso trauriger, dass sie wohl bald ausläuft.</p>
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		<title>Gute Laune, große Gefühle: Titatoma im Pub</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 15:27:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Konstantin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen Konzert - Oper - Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen Pop- und Rockmusik]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern spielte Titatoma, seines Zeichens swingender Wiener im Langhaarlook in der potsdamer Studentenkneipe Pub a la Pub. Swingt Blues auch heute noch? Ich sage: Ja!
An der Bar sitzt ein Mann, Ende 40, 1,90 m, lange, wilde Locken und lässig-stilvolle Kleidung. Rockiger kann man nicht aussehen. Doch es ist nicht Rock, was die über 70 Zuhörer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gestern spielte Titatoma, seines Zeichens swingender Wiener im Langhaarlook in der potsdamer Studentenkneipe Pub a la Pub. Swingt Blues auch heute noch? Ich sage: Ja!</strong></p>
<p>An der Bar sitzt ein Mann, Ende 40, 1,90 m, lange, wilde Locken und lässig-stilvolle Kleidung. Rockiger kann man nicht aussehen. Doch es ist nicht Rock, was die über 70 Zuhörer heute ins Pub a la Pub zieht. Es ist eine Mischung aus Swing, Blues und Boogie, die Titatoma durch den Raum schweben lässt.</p>
<p>Bei den zahlreichen hohen Tönen wird es mit dem Schweben jedoch immer wieder schwierig, das elektrische Klavier klingt etwas schrill. Solche Wachmacher braucht es gar nicht, wenn man spielt und singt wie der Wiener mit dem Tenor.</p>
<p>Er spielt 45- Minuten- Sets, dazwischen trinkt er Whiskey und verkauft CDs für erschwingliche 10 Euro. Ein angenehmer Abend im lauschigen Pub nähert sich zu später Stunde dem Ende und der Wiederholungsfaktor läge bei besserer Tonanlage und Ausleuchtung des Musikers bei glatten 100 Prozent.</p>
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		<title>Nicht verfremdet und doch fremd</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Dec 2010 14:50:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Konstantin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen Konzert - Oper - Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 25. Dezember 2010 sah ich Ödipus auf Kolonos im Berliner Ensemble. Einige Eindrücke.
Nicht umsonst nannte Aristoteles die Dramen des Sophokles, zu denen die Ödipus-Trilogie (König Ödipus, Ödipus auf Kolonos und Antigone) gehören, Musterbeispiele der Tragödie. Dabei wird es in jedem Stück schlimmer, noch tragischer. Heiratete Ödipus im ersten Teil der Ödiwars- Saga, wie man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 25. Dezember 2010 sah ich Ödipus auf Kolonos im Berliner Ensemble. Einige Eindrücke.</strong></p>
<p>Nicht umsonst nannte Aristoteles die Dramen des Sophokles, zu denen die Ödipus-Trilogie (König Ödipus, Ödipus auf Kolonos und Antigone) gehören, Musterbeispiele der Tragödie. Dabei wird es in jedem Stück schlimmer, noch tragischer. Heiratete Ödipus im ersten Teil der Ödiwars- Saga, wie man sie auch nennen kann (es kommt in der Tat zu Kriegen) nur seine Mutter und erschlug seinen Vater (laut Freud ein ganz normaler Vorgang), so begräbt Antigone im Dritten Teil ihren Bruder, wird dafür verdammt und erhängt sich. Was aber geschieht dazwischen?</p>
<p>Ödipus stirbt. So lässt sich der zweite Teil der Mythentrilogie zusammenfassen. Bevor er stirbt, rechnet er &#8211; von einer beispiellosen Sturköpfigkeit beseelt &#8211; mit seinen Söhnen, die ihn einst aus seinem eigenen Reich vertrieben, ab. Interessanter Weise jedoch steht der Dickkopf auf Kolonos am Ende als Guter da. Zeuss nimmt ihn zu sich, Ödipus&#8217; Töchter stimmen ein sehr bemühtes Gewein an und seine Taten sind vergeben.</p>
<p>Gespielt wurde, wie im BE üblich, auf Weltklasseniveau. Jede auch noch so kleine Rolle im Chor war mit Liebe zum Detail angelegt, jeder Fingerzeig  absolut überzeugend. Mit einer packenden Schlichtheit, die nur durch töchterliche Tränenszenen gestört wird (hier hätte es auch Verfremdung statt Losgeplärre getan), inszeniert Peter Stein seine eigene Übersetzung des 2400 Jahre alten Textes.</p>
<p>Zweieinhalb Stunden ohne Pause wird der Zuschauer gefordert, dem schönen Text, der kargen Handlung, zu folgen. Doch was nach Zumutung klingt, entpuppt sich erst nach zwei Stunden als experimentell. Pädagogik und Psychologie wissen, dass ein Mensch sich höchstens eine Stunde lang voll konzentrieren kann. Danach sollte es eine Pause geben. Da hilft nur inneres Exil im Theatersaal. Emigration in die Entspannung. Und zwei Minuten später wieder Migration. So wird der Zuschauer gefordert, lernt Aushalten im Exil wie Ödipus. Dass die Aufführung trotz gleichbleibendem Bühnenbild und vielen Dialogen relativ kurzweilig bleibt, liegt an der Wucht des Textes und der professionellen Spielfreude des Ensembles. Vor allem Klaus Maria Brandauer liefert eine beachtliche Leistung: Über zwei Stunden dauert sein erster und einziger Auftritt &#8211; fast das gesamte Stück lang.</p>
<p>Doch die Inszenierung bleibt trotzdem fremd, was nicht zuletzt am Alter des Textes liegen mag. Was 400 v.Chr. Alltagssprache zumindest Gelehrter war, wirkt heute nicht mehr unmittelbar. Angenehmer als gezwungenes Modernisieren eines Theaterstückes ist solch eine Inszenierung jedoch allemal.</p>
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		<title>Katharina macht Wagner verdaubar</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Dec 2010 14:55:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Konstantin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen Konzert - Oper - Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[
Nach 10 Jahren warten trudeln langersehnte Karten ein.  Es sind die Meistersinger von Nürnberg in der Wiederaufnahmepremiere der  Bayreuther Festspiele am 2. August 2010.

Alles ist perfekt organisiert. Allerdings sollte irgendwer den  Bayreuthern die Mähr der am Festspielhaus reichlich vorhandenen  Parkplätze austreiben. So umfangreich sind die Parkgelegneheiten auch  wieder nicht.
Das Festspielhaus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><strong>Nach 10 Jahren warten trudeln langersehnte Karten ein.  Es sind die Meistersinger von Nürnberg in der Wiederaufnahmepremiere der  Bayreuther Festspiele am 2. August 2010.<br />
</strong></p>
<p>Alles ist perfekt organisiert. Allerdings sollte irgendwer den  Bayreuthern die Mähr der am Festspielhaus reichlich vorhandenen  Parkplätze austreiben. So umfangreich sind die Parkgelegneheiten auch  wieder nicht.</p>
<p>Das Festspielhaus ist rustikal, ja hölzern vom Design her (was am  vielen Holz in den Gängen und Treppen liegen mag). In Bayern wusste man  bis vor einigen Jahren nicht, dass es auch Gold und roten Samt gibt, was  aber zum Vorteil wird. Zum U-Bahnhof- Feeling im Foyer passen die im  Vergleich zur U-Bahn äußerst unbequemen Sitze im Parkett allerdings  nicht.</p>
<p>Der gesangliche und musikalische Vortrag sind perfekt, was sich aber  in einem solchen Haus von selbst versteht und daher nicht weiter  besprochen werden muss. Die Darstellung war jedenfalls so schön, dass  ich wünschte, Gott wäre noch am Leben um DAS zu sehen.</p>
<p>Da Wagner ziemlich viele und davon einige schöne Melodien im Kopf  herumspukten, schrieb er recht lange Opern. So schön es ist, von Arie zu  Duett zu Chor zu schweben in einem Meer aus wuchtiger Musik; in der  ersten Stunde des dritten Aktes gibt es dann doch einige Längen. Solch  ein Riesenbrocken von viereinhalb Stunden Musik muss aufgelockert  werden, um verdauber zu sein. Katharina Wagner inszeniert die Oper so  kurzweilig es geht, indem sie ständig das Werk selbst auf die Schippe  nimmt, ironische Elemente einbaut und die Strenge Wagners in Frage  stellt.</p>
<p>Da werden drei Personen, unter anderem ein Dirigent, auf der Bühne in  einer Kiste verbrannt. Das echte Feuer ist die einzige Lichtquelle der  folgenden Szene. Fünf Personen stehen, an den KKK erinnernd, mit  erhobenen Händen um das Feuer. Ihre Schatten tanzen auf der Leinwand  dahinter. Und noch weiter dahinter stimmt ein riesiger Chor einen  schmalzigen Chor an.</p>
<p>Wenig später müssen natürlich noch zwei Nackte auftreten. Keine  Rebelleninszenierung ohne Schniedel! Die Peinlichkeit solcher Momente  überwindet nur, wer sich gleichzeitig freut, dass einige alte Schachteln  im Publikum sich gerhörig aufregen.</p>
<p>Und dennoch: Die lustige und äußerst ästhetische Inszenierung ist auflockernd wie schaumige Sahne im Kaffee.</p></div>
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		<title>Orangenbitter an der Komischen Oper</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Dec 2009 12:31:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Konstantin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen Konzert - Oper - Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[„Die Liebe zu drei Orangen“ von Sergej S. Prokofjew ist eine musikalisch dick aufgetragene Oper. Die unmelodiöse Musik steigert sich gelegentlich zu quietschenden Lärmfanfaren, zwei Minuten schöner Melodien am Ende vermögen die schmerzenden Ohren nicht mehr lustig zu stimmen. – Und das, obwohl die trockene Inszenierung der Komischen Oper Berlin lustig sein will. Kurze Lichtblicke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Die Liebe zu drei Orangen“ von Sergej S. Prokofjew ist eine musikalisch dick aufgetragene Oper. Die unmelodiöse Musik steigert sich gelegentlich zu quietschenden Lärmfanfaren, zwei Minuten schöner Melodien am Ende vermögen die schmerzenden Ohren nicht mehr lustig zu stimmen. – Und das, obwohl die trockene Inszenierung der Komischen Oper Berlin lustig sein will. Kurze Lichtblicke wie ein riesiger Kasperl, eine auftretende Ratte und ein Krokodil, klassisch von einigen Menschen im Leib bewegt, gibt es durchaus. Doch alles in allem ist die Choreographie hölzern, die gestaksten Bewegungen wirken auswendig gelernt, Fluss kommt kaum auf.</p>
<p>Die Sänger sind gut, das Orchester spielt gekonnt, wie es Regel ist an den Berliner Opernhäusern – bis auf eine krächzende Aurelia Hajek, welche die böse Fata Morgana spielt.</p>
<p>Das Bühnenbild lässt wiederum zu wünschen übrig. Zwei theaterhafte Rahmen sind aufgestellt, im Hintergrund eine schräge weiße Fläche; Raum für Lichtspiele und Projektionen, der allerdings vom einfallslosen Lichtdesigner verschenkt wird.</p>
<p>Wie schön wäre es gewesen, wenn die drei Orangen auf der Bühne so groß gewesen wären, dass die Prinzessinen tatsächlich ihnen entstiegen wären. Meinetwegen hätte in den Orangen sogar eine sichtbare Tür sein dürfen, das wäre als Ironie durchgegangen. Aber die etwa einen Meter  großen Papporangen zu zerreißen in dem Moment, wo von der einen Seite der Bühne die Prinzessinnen hereinstolzieren, ist einfach dröge. Auch ein phantastisches Element mit Wind und Blasebalg wird verschenkt. Eine Nebelmaschine im Blasebalg, der den Prinzen ins Schloss bläst, Schnee oder Konfetti vor einer Windmaschine oder wenigstens Arbeit mit der Versenkung, all das wäre schön gewesen. Tatsächlich wird zwar ein großer Blasebalg auf der Bühne bedient, doch gegen Ende der Szene betritt der Prinz ganz langweilig von der Seite die Bühne.</p>
<p>Alles in allem also eine nervige Oper, einfallslos inszeniert und man ist froh, wenn man wieder raus ist – auch was Gutes.</p>
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		<title>Glutamat, Hacke und blau</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 19:03:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Konstantin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen Konzert - Oper - Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[Axel Hacke präsentierte bei seiner Lesung aus verschiedensten Werken dem wohlgesonnenen Publikum einige Wortspiele. Sein Recyclingkonzept geht auf: Unbrauchbares Sprachgut verwertet er  in seinen Büchern und Artikeln.
Zum Anfang und Ende des Abends verlas er keine Wortspiele, sondern lustige Geschichten aus seinem Leben, sodass die 16 Uhr- Vorstellung in den Wühlmäusen als gelungen angesehen werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Axel Hacke präsentierte bei seiner Lesung aus verschiedensten Werken dem wohlgesonnenen Publikum einige Wortspiele. Sein Recyclingkonzept geht auf: Unbrauchbares Sprachgut verwertet er  in seinen Büchern und Artikeln.</p>
<p>Zum Anfang und Ende des Abends verlas er keine Wortspiele, sondern lustige Geschichten aus seinem Leben, sodass die 16 Uhr- Vorstellung in den Wühlmäusen als gelungen angesehen werden kann.</p>
<p>Die anschließende Einkehr in der Kleinen Orangerie am Schloss Charlottenburg erfreute durch angenehmes Ambiente und freundliche Bedienung, was jedoch nicht darüber hinwegtäuschen konnte, dass die Jägersauce zum Schnitzel glutamatgeschwängert war.</p>
<p>Nachdem nun Ohren und Gaumen auf ihre Kosten gekommen waren, gab es nur noch eins: Die Augen sollten endlich auch etwas bekommen, denn Axels Lesung war nicht sehr spannend ausgeleuchtet gewesen &#8211; umso reizvoller präsentierte sich das Schloss Charlottenburg. Dieses wird neben anderen Gebäuden der Stadt an der Spree momentan bunt beleuchtet, was zumindest am Schloss auch leicht blaulastig gelungen ist.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-187" title="scheiß berlin (2)" src="http://www.kulturlichter.de/wp-content/uploads/2009/10/scheiß-berlin-2.JPG" alt="scheiß berlin (2)" width="480" height="360" /></p>
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		<title>Viel Musik und wenig Leute &#8211; das Duo Tseliapniou/ Schomaker im Nilclub</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Aug 2009 17:41:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Konstantin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen Konzert - Oper - Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[In diesem Artikel mache ich etwas total verbotenes: Begebe mich nach der Rollentheorie in einen Konflikt und rezensiere aus einer Doppelrolle (Mitveranstalter – Kunde) heraus ein Konzert.
Am gestrigen Abend gaben Pavel Tseliapniou (Querflöte) und Stephan Schomaker (Gitarre), Stücke von vier teils modernen, teils barocken Komponisten zum Besten. In einem zweistündigen Programm und mit virtuoser Lebendigkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>In diesem Artikel mache ich etwas total verbotenes: Begebe mich nach der Rollentheorie in einen Konflikt und rezensiere aus einer Doppelrolle (Mitveranstalter – Kunde) heraus ein Konzert.</em></p>
<p>Am gestrigen Abend gaben Pavel Tseliapniou (Querflöte) und Stephan Schomaker (Gitarre), Stücke von vier teils modernen, teils barocken Komponisten zum Besten. In einem zweistündigen Programm und mit virtuoser Lebendigkeit präsentierten sie zwölf begeisterten Zuschauern ihr Können.</p>
<p>Mit einem Duo von Guiliani fing es an: Anfangs herrschte noch die typische von klassischer Musik hervorgerufene Langeweile, doch die Herren verstanden es, Musik vorzuleben und schon bald war der Zuhörer verzückt. Man träumt sich weg und ist verzaubert&#8230;</p>
<p>Das zweite Stück, für Querflöte, eine Antwort auf die Frage, was man in absurden Zeiten nach dem zweiten Weltkrieg, wenn aller Glauben an das Gute aufgegeben ist, noch komponieren kann. Es ist aufrüttelnd, wild und klingt nach Verzweiflung. Nach der Pause ging es mit einem nur wenige Jahre alten Stück für Gitarre und schließlich Bach weiter, abgerundet von zwei Zugaben.</p>
<p>Das Publikum schien klassikerprobt zu sein: Man klatschte nicht während der Atempausen eines Stückes, die Stimmung blieb erhalten.</p>
<p>Das abgerutschte N der NIL- Lichtschlange im Hintergrund ließ auf stiefmütterlichen Umgang mit der Lichtinstallation schließen, ansonten aber war die Betreuung durch den Inszenator des Abends einwandfrei. Seine einführenden Worte und die witzigen Erklärungen der sympathischen Musiker gaben den Stücken einen Rahmen, der sie und den Abend unvergessen macht. Schade, dass es so leer war.</p>
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		<item>
		<title>Familie Flötz Klasse Klasse</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 18:16:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Konstantin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen Konzert - Oper - Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[Familie Flöz legte im Stück „Klasse Klasse“ orale Beats auf, die Masken waren wieder einsame Spitze und man kam, wie in der Werbung versprochen, (fast) ohne Worte aus.
Pantomine ohne Gesichtsmimik? Das geht, und zwar im Admiralspalast Studio, wo gestern Fabi und ich eine wundervolle Schulklasse aus Puppen dabei beobachten durften, wie sie in Bio versagten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Familie Flöz legte im Stück „Klasse Klasse“ orale Beats auf, die Masken waren wieder einsame Spitze und man kam, wie in der Werbung versprochen, (fast) ohne Worte aus.</p>
<p>Pantomine ohne Gesichtsmimik? Das geht, und zwar im Admiralspalast Studio, wo gestern Fabi und ich eine wundervolle Schulklasse aus Puppen dabei beobachten durften, wie sie in Bio versagten, Romanzen ausstanden, die Rolle des Klassenclowns (Bart lässt grüßen) aushandelten und einiges mehr erlebten.</p>
<p>Das Ganze wurde vom deutschen Beatbox- Meister Daniel Mandolini begleitet, der alle Geräusche selbst produzierte, unterstützt nur von einer Loop-Maschine und einer akustischen Gitarre. Ihm beim Werke zuzuschauen, war fast ebenfalls so spannend, wie die Puppen auf der Bühne tanzen zu sehen.</p>
<p>Nach der Inszenierung Teatro Delusio, die von mir hier <a href="http://www.bierlichter.de/index.php/137/theater-in-ruckansicht.html">http://www.bierlichter.de/index.php/137/theater-in-ruckansicht.html</a> ebenfalls gute Noten bekam, und diesem neuerlichen Erfolg, kann hier nur gesagt werden: Geht hin, Leute, wenn die Familie Flöz wieder aus ihrem bewegten Leben berichtet!</p>
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		<title>Keine Illusion</title>
		<link>http://www.kulturlichter.de/index.php/48/rezensionen-konzert-oper-theater/keine-illusion/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 17:50:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Konstantin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen Konzert - Oper - Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Die Perser&#8221; von Aischylos im Deutschen Theater (Dezember 2007)
Mitten in der Vorlesung gähnt ein Student sehr hörbar. Der Professor sagt: “You leave me no illusion about my job.”
Die Schauspieler sind sehr professionell, wie immer im Deutschen Theater. Auch an der Garderobe steht genug Personal, sodass es schnell geht. Und auf den Toiletten riecht es nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Die Perser&#8221; von Aischylos im Deutschen Theater (Dezember 2007)</strong></p>
<p>Mitten in der Vorlesung <strong>gähnt</strong> ein Student sehr hörbar. Der Professor sagt: “You leave me no illusion about my job.”</p>
<p>Die Schauspieler sind <strong>sehr professionell</strong>, wie immer im Deutschen Theater. Auch an der Garderobe steht genug Personal, sodass es schnell geht. Und auf den Toiletten riecht es nicht mehr, wie angeblich früher, nach DDR.<br />
Nach einem etwas peinlichen <strong>Sinnlosintro</strong> fängt der Chor, bestehend aus einer Frau, zu rezitieren an. Das Bühnenbild, bestehend aus einer riesigen, gelben <strong>drehbaren Mauer</strong>, ist sehr funktionell und minimalistisch. Es wird immer spannend, wenn diese Wand gedreht wird und auf der anderen Seite ein Mensch steht. Interessante Auftritte!<br />
Auch die <strong>Regie</strong> hat alles aus dem Text herausgeholt &#8211; und trotzdem langweilen sich Teile des Publikums. Bleibt also die Frage, ob “Die Perser” überhaupt aufführbar ist, da es <strong>kaum Dialoge</strong> und <strong>keine Handlung</strong> aufweist.</p>
<p>Was das Deutsche Theater aus dem Stück gemacht hat, verdient bei aller <strong>Kargheit des Bühnenbildes</strong> und der Kostüme <strong>jedoch Respekt</strong>.</p>
<p>Eine Frau <strong>gähnt</strong> inmitten einer Atempause des Xerxes. Im Publikum breitet sich ein leises Lachen aus. <strong>Xerxes</strong> tritt zum Bühnenrand vor und ruft die besten beiden Worte des Stückes ins Publikum : “<strong>Geht!</strong> — Leise.”</p>
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		<item>
		<title>Theater in Rückansicht</title>
		<link>http://www.kulturlichter.de/index.php/38/rezensionen-konzert-oper-theater/theater-in-ruckansicht/</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 17:44:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Konstantin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen Konzert - Oper - Theater]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Name Teatro Delusio ist Programm: Dieses Stück spielt hinter der Bühne, wo umringt von Kulissen in Rückansicht Bühnenarbeiter, Schauspieler, ein Theaterdirektor und eine Putzfrau ihr Dasein fristen und viele kleine Abenteuer zu bestehen haben.
Das Teatro Delusio ist eine deutsch-spanische Produktion der “Familie Flöz”. Mit Sehr ausdrucksstarken Masken tanzen und laufen zwei sich ständig verkleidende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Name Teatro Delusio ist Programm: Dieses Stück spielt hinter der Bühne, wo umringt von Kulissen in Rückansicht Bühnenarbeiter, Schauspieler, ein Theaterdirektor und eine Putzfrau ihr Dasein fristen und viele kleine Abenteuer zu bestehen haben.</p>
<p>Das Teatro Delusio ist eine deutsch-spanische Produktion der “Familie Flöz”. Mit Sehr ausdrucksstarken Masken tanzen und laufen zwei sich ständig verkleidende Schauspieler und eine Schauspielerin auf der Bühne auf und ab, wobei die Illusion entsteht, es müssten mindestens fünf Personen sein, so viele Masken und Kostüme haben die drei in petto.</p>
<p>Dabei wird kein Wort gesprochen &#8211; nur pantomimische Bewegungen der Körper und Masken gestalten die Geschichte, doch das auf so eindringliche Weise, als würden Faust und Hamlet zugleich ihre berühmten Monologe halten. Im Hintergrund laufen viele Geräusche und Musik, immer auf das aktuelle Handlungsbild abgestimmt.</p>
<p>Zahlreiche Tricks, wie ein Pelzhandschuh, aus dem ein hochbewegliches Tier wird und eine große Kiste, die von den Schauspielern &#8211; leider nicht ganz unsichtbar &#8211; seitlich verlassen werden kann, geben der Vorstellung zusätzlich Pfiff.</p>
<p>Mit Reinhard Hubert hat man sich einen Lichtdesigner geleistet, der nicht nur für ungewöhnlich bunte Stimmungen sorgt, sondern durch leichten Dauernebel auch eine ganz besondere, etwas staubige Hinterbühnen- Atmosphäre erschafft.</p>
<p>Nur ungern verlässt der Zuschauer nach der Vorstellung die Zwischenwelt der sympatischen Puppen.</p>
<p>PS: Mit 10 bis 15 Euro sind die Karten für dieses Stück im Admiralspalast erschwinglich. Nach der Vorstellung darf das Publikum die Bühne betreten und mit den Schauspielern in Dialog treten &#8211; so sollte Theater öfter sein. Angenehm locker, aber professionell, sodass es nicht peinlich wird.</p>
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