Kulturlichter: Spot an für die Kultur!

Heftig erhellt: Die Lichtshow-Saison 2012 beginnt in intimer Runde

Gil mit Anhang und Sam waren es, welche die erste Lichtshow des Jahres 2012 im Ruhlebener Garten sahen. Szenenapplaus und professionelle Fotos begleiteten das 22-minütige Set.

Die Setlist bestand aus altbektannten Songs wie dem Dauerbrenner “On the Turning Away” von Pink Floyd, hatte mit “Himmelblau” von den Ärzten und “Stein um Stein” von Rammstein aber auch zwei komplett neue Songs zu bieten. Als praktisch erwies sich auch ein kurzes Intro, um die Anlage ein letztes Mal startklar zu machen.

Hier die komplette Setlist der Show:

  • Rammstein: 5/4 (1 Min. Intro)
  • Die Ärzte: Himmelblau
  • Farin U: Dusche
  • Jarre/Vivaldi: Sommer
  • Rammstein: Stein um Stein
  • Pink Floyd: On the Turning Away

Hier nun einige Fotos:

Langsam und himmelblau fängt es an

Langsam und himmelblau fängt es an

Rosa geht die Welt zugrund

Rosa geht die Welt zugrund

Farbiges Finale zu 80er-Floyd-Musik

Farbiges Finale zu 80er-Floyd-Musik

Papierwerbung ist out – eine subjektive Beweisführung

Ob es am Internet oder der Abstumpfung der Leute liegt – das “gute” alte Werbeplakat hat abgedankt.

In Fetzen hängt es regengeschwängert von vergilbten Holzflächen, die vertrieft der Verschrottung entgegengammeln.

Das pwned nicht gerade - Plakate der alten Schule

Das powned nicht gerade - Plakate der alten Schule

Als besonderes Zeichen für die Probleme der Plakatwerbung darf einerseits gelten, dass Reklame fürs Mieten einer Plakatfläche gemacht wird – eine pure Verzweiflungstat der Werbeindustrie, ihre Fläche zu füllen.

Doch auch die seit schon einigen Jahren vermehrte Werbung für soziale Projekte und Brot für die Welt lässt erahnen, dass Firmen weniger Geld in die Papierwerbung investieren. Die Flächen werden günstiger und sozial oder ökologisch sinnvolle Institutionen wie die Aktion Mensch fangen an zu werben. Muss es erst um die Werbeausgaben der Unternehmen schlecht stehen, bevor die Menschlichkeit zum Zuge kommt?

Die Kirche wirbt für Kulturinvasion

Die Kirche wirbt für Kulturinvasion

Wie viel bunter sind da doch die Stromverschwender – leuchtende Reklametafeln oder filmmernde Bildschirme in der Öffentlichkeit. Auch die dem klickenden Kunden angepassten Banner auf Homepages versprechen größere Gewinne als sonnengebleichte Palkate an der S-Bahn.

So werden die ursprünglichen Plakate weiter verschwinden und leere Tafeln sorgen für entspannte Augen – auf dass wir eines Tages der Plakatwerbung hinterher trauern werden.

Für diese Tafeln ist der Zug schon lange abgefahren

Für diese Tafeln ist der Zug schon lange abgefahren

Ehrenrettung Peter Shaws

Wir kennen sie alle – Personen in Hörspielen, die gewissermaßen gegen den Rest der Figuren laufen und – wie im Falle Peter Shaws – sehr ängstlich sind. Doch wer ein Problem mit Peter hat, hat ein Problem mit sich selbst.

Die hier gemeinten Personen. Wer ist das eigentlich? Was haben der Vater von Bibi Blocksberg, Peter Shaw der drei ???, Thaddäus bei Spongebob, Marge (oft statt ihrer auch Lisa) bei den Simpsons und der Kastellan in den alten Hui-Buh-Hörspielen gemeinsam?

Es handelt sich um Figuren, die sich beim Hörer dadurch unbeliebt machen, dass sie die Handlung einer Serie erden. Während die restlichen Protagonisten sich in eine verrückte Geschichte nach der anderen stürzen, bleibt eine Figur skeptisch und nimmt die Betrachterrolle ein, was zu entsprechenden Handlungen führt.

Ein Beispiel: Justus und Bob der drei ??? steigen in eine Höhle ein, aus der jede Nacht gruselige Geräusche dringen. Das Hörspielkonzept der Serie verlangt es, dass die Personen Abenteuer erleben – sonst wäre die Serie langweilig und handlungslos. Doch stellen wir uns vor, auch Peter würde bei jedem halsbrecherischen Abenteuer sofort begeistert mitmachen. Wir als Hörer säßen vor dem CD-Player und dächten: Mann, das ist alles zu abgefreakt, das macht doch niemand, der noch alle Tassen im Schrank hat. Einfach in eine gefährliche, dunkle Höhle spazieren. Freud spricht zwar von Todessehnsucht, aber so krank sind selbst Amerikaner nicht, wie diese drei ???.

So dächten wir, schalteten den CD-Player aus und die Serie hätte bald Schwierigkeiten, weitere Folgen zu verkaufen. Nun gibt es ja glücklicherweise Peter, der diese ganzen Gedanken des Hörers ausspricht. Er läuft damit gegen die restlichen Figuren, wird als Peter Schisser Shaw bekannt und gilt als Angsthase. Doch in Wirklichkeit sind wir Hörer die Ängstlichen und deshalb wird eine Figur wie Peter ins Drehbuch hineingeschrieben.

Wer also Thaddäus spießig, den Kastellan langweilig oder Peter ängstlich findet, der weiß jetzt: Dies sind alles Seiten von uns, dem Hörer, die ganz bewusst in ein Hörspiel geschrieben werden, denn sonst wäre ein Hörspiel uninteressant. Wir könnten keine Verbindung zur Handlung aufbauen. Und das wäre doch schade, oder?

Der starke Stoutabend am Babelsberg

Wie hier berichtet, habe ich im Oktober ein Stout gebraut, welches gestern mit zahlreichen Gästen verköstigt wurde.

Die 6 Wochen auf dem Balkon gereiften 18 Liter irischer Bierkultur wurden in kartenspielfreudiger Runde und mit selbst gemachtem Kartoffelsalat (Danke an die Bärenbrüder vom Kreuzberg!) verköstigt. Doch Bilder sagen mehr als Worte:

Blau und trotzdem schlau: meine Freunde beim Biergenuss

Blau und trotzdem schlau: Freunde beim Biergenuss

Berlin im Licht: Zweite nächtliche Fotosafari

Zum wiederholten Male findet das Festival of Lights in Berlin statt. Grund genug für einen alten Illuminator wie mich, eine Runde zu machen und die schönsten Lichtinszenierungen an Gebäuden zu fotografieren.

Bereits im Sommer 2007 war ich unterwergs und schoss einige Fotos (siehe hier). Schon vor 4 Jahren wurden zum Beispiel am Brandenburger Tor, das ich diesmal nicht besuchte, starke LED-Fluter eingesetzt.

Der Berliner Dom wurde allerdings mit starken Diaprojektoren beleuchtet, was auch rockt, wie ihr hier seht:

Gott ist tot - doch der Berliner Dom steht wie eine Eins

Gott ist tot - Doch der Berliner Dom steht wie eine Eins

Sehr erschrak ich, als ich sah, dass der Fernsehturm reichlich schief steht. Kein Wunder, er ist ja auch blau:

Die Mauer sah stabiler aus: Fernsehturm in Schieflage

Die Mauer sah stabiler aus: Fernsehturm in Schieflage

Weniger schief und dafür weihnachtlich anheimelnd präsentiert sich der Gendarmenmarkt:

Gendarmenmarkt in Orange mit Laterne

Gendarmenmarkt in Weihnachtsstimmung

Erster Schaum nach dem Sommer

Selbst gebraut und rein geschaut: Der Schaum des Irish Stout spricht für sich!

Schaum des Irish Stout

Schaum des Irish Stout

Der Ring im Zeitentunnel

4 Tage lang ging es in den Ring des Nibelungen von Richard Wagner. Im Parkett sitzen wir leicht rechts – alles passt. Gestern wurde die Deutsche Oper Berlin 50 Jahre alt. Die Ring-Inszenierung von Götz Friedrich überzeugt, wie ihr nun lesen könnt:

Leider ist Kirsten Harms, die Dunstfee vom Schnürboden (sie setzte gern Dunst zur Unterstützung des Lichts ein und ihre Bühnenbilder kamen selten ohne den Schnürboden aus) nicht mehr an der Deutschen Oper. Zum Auftakt der neuen Saison wurde nun der Ring des Nibelungen an der Deutschen Oper Berlin gleich zwei mal hinter einander aufgeführt.

Besonders ansprechend an der Friedrich-Inszenierung war der Zeitentunnel, ein nach hinten hin abfallender Tunnel im Industrial-Look. Die Schmiede des Rings liegt unter der Erde, die Fridrich mit Nebel, roten und weißen drehenden Spots und einer Art Lichtorgel perfekt als Disco inszeniert – und das 1984. Die Inszenierung wirkte immer noch lebendig und frisch. – Umso trauriger, dass sie wohl bald ausläuft.

Geburtstag mit Indoor-Lichtshow

Die viel globte Geburtstagslichtshow fand dieses Jahr zur Abwechslung wieder drinnen statt, jedoch in einem bisher unbelichteten Raum, dem V-Zimmer. Wie sich die Anlage in diesem Zimmer so machte, seht ihr unten.

Das 19-Minütige Set sah so aus:

  • Jarre: Chronologie 4 (30 Sek. Intro)
  • Depeche Mode: In Your Room
  • Depeche Mode: Never let me Down Again
  • Jarre/ Vivaldi: Sommer
  • Rammstein: Ohne Dich (Cover by Laibach)

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Die Erschließung der dritten Dimension

Es gibt immer wieder nervige Leute, die etwas gegen Shownebel haben. Doch ohne ihn ist keine Lichtshow möglich.

In Nebelmaschinen wird bei etwa 250 Grad ein Gemisch aus etwa 60% destilliertem Wasser und 40% Ethylenglykol (bei Einatmen völlig unbedenklich) unter Druck erhitzt und dann verdampft. Nebel ist also nichts als Wasserdampf, der wegen des Glykols jedoch länger in der Luft sichtbar bleibt.

Das mir vorliegende Sicherheits-Datenblatt des TÜV zum Thema Nebel fasst zusammen, der Nebel an sich sei in keiner Dosierung gesundheitsschädlich oder bedenklich und die einzige Gefahr bestünde bei zu dichtem Nebel durch die Einschränkung der Sicht, also vor Pfosten laufen oder Stolpern über Gegenstände.

Hier nun meine Lichtanlage, einmal ohne und einmal mit Nebel. Es sind auf beiden Bildern exakt die gleichen Scheinwerfer an! Trotzdem ist der Unterschied existentiell.

Lichtanlage (alles an) ohne Nebel:

ohne-nebel-lichtshow amelie (10)Man sieht bunte Punkte wo die Scheinwerfer und Effekte sind, sonst nichts.

Nun genau die gleichen Scheinwerfer an, diesmal jedoch mit Nebel vor der Lichtanlage:

blog-lichtshow susanne 2011 (5)Der Unterschied spricht für sich und: für Nebel.

Sommer, Licht und Eisfontänen

Zum Geburtstag der Mutter gab es gestern eine viel gelobte Lichtshow.

Dabei wurde die neu zusammengestellte Lichtanlage in Ruhleben auf die Probe gestellt: Wie viel Lichtshow ist ohne die 4 LED-Farbwechsler, die momentan in Potsdam sind, und bei Wind möglich? Die Antwort fällt positiv aus, wie ihr unten seht.

Die Setlist der 18-minütigen Show sah so aus:

  • Depeche Mode: In Your Room
  • Blur: This is a Low
  • Jarre/ Vivaldi: Sommer
  • Moby: My Weakness

This is a Low und Sommer waren neu im Programm, während die beiden anderen Songs den Zuhörern sicherlich bekannt vorkamen.

blog-lichtshow susanne 2011 (5)blog-lichtshow susanne 2011 (17)blog-lichtshow susanne 2011 (8)