Kulturlichter: Spot an für die Kultur!

Die drei Fragezeichen und die Lichtinstallation

Gestern, am 29. März 2014, trafen sich insgesamt zehn liebe Leute, um einen Drei-???-Abend zu zelebrieren. Mitsamt DVD-Vorführung, kaltem Buffet, Quiz und interaktiver Lichtinstallation.

Die Lichtinstallation bestand ausschließlich aus selbst gebauten Lichteffekten. Der Vulkan, der Pink-Floyd-Kreis und die Prisma-Säule gaben sich die Ehre. Besonders war außerdem, dass die Effekte interaktiv vom Publikum gesteuert wurden.

So gab ich am Anfang der DVD-Vorführung die Fernbedienung für den Kreis und den Diaprojektor, der die Säule beleuchtete, aus der Hand. Ein weiterer Gast konnte am Schaltpult aussuchen, welche Geräte gerade leuchten sollten.

Drei-Fragezeichen-Installation1

Den Mittelpunkt bildete die DVD “Die drei ??? und der seltsame Wecker 2009″. Es handelt sich um den Mitschnitt einer inszenierten Live-Lesung. An Gags fehlte es nicht. So wurde das Licht sehr rosa, als Peter und Bob zusammen an der Karaokemaschine einen Liebes-Chanson (”Worte, nur Worte”) sangen.

Drei-Fragezeichen-Installation2

Es blieb auch Zeit, die Spots am Kreis neu einzustellen. Verschiedene Leute brachten ihre Impulse und lichtgestalterischen Ideen in die Lichtinstallation mit ein, was sehr schöne Stimmungen zur Folge hatte.

Drei-Fragezeichen-Installation3

Wir erlebten einen schönen Abend und mit Sicherheit freuen sich alle auf die nächste Party.

Disco meets getragene Musik – Lichtshow der Gegensätze im März 2014

Am 22. März 2014 fand die erste Lichtshow des Jahres statt. Da es draußen noch etwas zu kalt war, sah das 5-köpfige Publikum die Show im Gäste- Kellerzimmer. Dieser Raum bietet genug Tiefe, um die Effekte wirken zu lassen.

Anlass der Aufführung war, dass ich zwei Logiergäste beherbergte. Diese, plus weitere Freunde, waren dann auch sehr angetan von der (mit Zugabe) 28- minütigen Lichtshow. Es wurde sogar, was mich sehr gefreut hat, danach verlangt, dass ich das Instrumentalstück In the Night, mitsamt dem Laser-Discoflair, das sich zu diesem Lied wunderbar verbreiten ließ, als Zugabe wiederholte.

Besonders war dieses Mal die Auswahl der Musik, die sich hauptsächlich (aber nicht nur) auf ruhige Stücke konzentrierte. Die Effekte wurden nach und nach eingeführt. Zu keiner Zeit der Show waren alle Scheinwerfer gleichzeitig an – ein absolutes Novum! Dafür war der Eindruck einzelner Farbakzente sicherlich umso intensiver.

Der selbst gebaute Vulkan war (mitsamt Pyrotechnik) wieder mit von der Partie. Besonders häufig kam jedoch der Selbstbau-Pink-Floyd-Kreis aus Straßenschild und LED-Spots zum Einsatz. Zwei neu gekaufte LED-Scheinwerfer bewährten sich ebenfalls aufgrund ihrer großen Lichtleistung.

Das Set sah wie folgt aus:

  • Depeche Mode: In your Room
  • Adiemus
  • Pet Shop Boys: In the Night ‘95
  • Ennio Morricone: Spiel mir das Lied vom Tod (Thema Mundharmonika)
  • Ennio Morricone: Spiel mir das Lied vom Tod (Thema Engelsgesang)
  • Genesis: After the Ordeal (Edit)
  • Zugabe: In the Night ‘95

Hier nun einige Bilder (kunstvoll geschossen von Juana Charlotte):

Adiemus

Adiemus

Blauer gehts nicht: Adiemus ist so sphärisch, dass der Song in den 90ern für eine Delta-Flugwerbung genutzt wurde. Der selbst gebaute Pink-Floyd-Kreis und die zwei neu gekauften LED-Scheinwerfer heben die Stimmung im zweiten Lied des Sets.

In the Night

In the Night

Laser, der Scanner und ein Strahleneffekt lassen Discofeeling aufkommen, während die Pet Shop Boys mit dem beim Publikum besonders beliebten Kracher In the Night ‘95 das Tempo anziehen.

After the Ordeal

After the Ordeal

Von Phil Collins geschrieben, vom Rest der Band Genesis dem Vernehmen nach so sehr gehasst, dass der Song fast nicht aufs 1974-er Album kam: Das melodisch-getragene Instrumentalstück After the Ordeal bildet den perfekten Soundteppich für romantische Lichteffekte und die Explosion des Vulkans.

Prisma-Säule erfährt innere Verspiegelung

Über den Bau der Prisma-Säule nach Pink-Floyd-Vorbild habe ich hier bereits ausführlich berichtet. Die Säule habe ich jetzt allerdings gepimpt:

Die Innenseiten wurden, wie schon eine Außenseite der Säule, mit Spiegelmatten beklebt. Diese großen Spiegelmatten sind aus unzähligen Discokugel-Spiegelchen zusammengesetzt.

Sie reflektieren sehr viel Licht, da sich eine große Fläche ergibt. Trotzdem ist das reflektierte Licht leicht gebrochen und nicht so gebündelt wie es bei normalen, durchgängig glatten Spiegeln der Fall wäre. Daraus ergeben sich interessante Effekte, wie ihr hier sehen könnt:

Der Diaprojektor und der Schwenkpunktstrahler sind an.

Der Diaprojektor und der Schwenkpunktstrahler sind an.

PS: Ein Drehteller zur besseren Beweglichkeit der Säule folgt in Kürze.

Jan Hegenberg mit Herz und Humor in Berlin

Einmal im Jahr gibt er sich die Ehre und spielt vor etwa 150 Fans in Berlin: Jan Hegenberg ist eine Ikone der Gamerszene und Deutschlands größter Nerdsänger. Am 15. Februar 2014 war er in der Berliner Spirale zu Gast.

Was mich zunächst besonders freute war der Umstand, dass Jan Hegenberg wieder im Wilmersdorfer Jugendclub Spirale auftrat – die Spirale hat bereits vor einem Jahr von mir Bestnoten als Location erhalten. Das Personal war wieder sehr entspannt und Jan Hegenberg selbst kontrollierte die Tickets – ein Erlebnis, das man bei den Rolling Stones und ähnlichen Bands leider nicht haben wird.

Die Bühne war schon vor dem Konzert geschmackvoll mit Schwarzlicht ausgeleuchtet. Die Lichtshow (für die der Club verantwortlich ist) wurde gegenüber dem Vorjahr komplett umgearbeitet. Wurden im Jahr 2013 noch verschiedene Scheinwerferbatterien und Nebel verwendet, so beschränkte man sich diesmal auf eine riesige halbdurchsichtige Leinwand, die von hinten mit Flutern und Spots in verschiedenen Farben beleuchtet wurde.

Besonders der Faltenwurf der Leinwand und sich daraus ergebende Schattenspiele sahen sehr stylisch aus. Der Effekt ist sehr schön und die Farben leuchteten hell, doch dieser zweidimensionale Effekt reicht mir als Nebelfanatiker nicht ganz aus. Ich habe nunmal zuckende Scheinwerferbeams lieber als bunte Flächen.

Hegenberg-2014

Und das Konzert selbst? – War energiegeladen und strotze nur so von humorigen Sprüchen des Sängers und Entertainers aus dem Ruhrgebiet. Überhaupt geht man auf ein Konzert von Jan ja nicht nur der Musik wegen. Nein, es sind die spontan-lustigen Ansagen und Stories, die er vor jedem Song erzählt, die ein Hegenberg-Konzert zu etwas Besonderem machen. Die Berliner Fans gingen sehr gut mit und machten ordentlich Stimmung. Jan Hegenberg spielte über zwei Stunden lang und somit doppelt so lange wie noch vor einigen Jahren.

Auch versprach er uns ein neues Album, das jedoch auch alte Songs – in besserer Soundqualität aufgenommen – behinhalten wird. Bleibt nur zu hoffen, dass er weiterhin gern nach Berlin kommt und der tanzwilligen Meute auch im Jahr 2015 wieder ordentlich einheizt.

Neue Seite liefert Tipps zu Lichteffekten

Nach einiger Vorarbeit ist es nun soweit: Meine besten Freunde Luke, Sam und ich betreiben eine gemeinsame Ratgeber-Homepage zum Thema Lichtshows und Lichteffekte. Die Seite erblickte pünktlich zum neuen Jahr 2014 das Licht der Welt.

Weshalb ein neuer Internetauftritt?

Die von Kulturlichter.de bekannte Kategorie “Tipps zum Thema Licht” wird ausgelagert, denn sie ist einfach zu wichtig, um hier ein Schattendasein zu fristen. Ratgeberseiten über Lichteffekte und Scheinwerfer sind im Internet kaum vertreten und deshalb ist es Zeit für eine neue Seite, die diese Lücke schließt.

Lichteffekt.me fuer Kulturlichter

Testberichte und Produktrezensionen

Manch einer, der sich den Partykeller ausleuchten möchte, kennt das Problem: Es gibt massenweise Lichteffekte auf dem Markt, doch welcher ist der richtige für mich? Und wie funktionieren und wirken die einzelnen Effekte in der Praxis? Auf Lichteffekt.me werden daher Halogenleuchten wie auch moderne LED-Effekte vorgestellt, sodass die Entscheidung selbst für Anfänger leicht ist.

Diese Testberichte zu Lichteffekten und Nebelmaschinen bilden das Herzstück der neuen Seite. Es macht großen Spaß, die von mir so geschätzten (und manchmal auch enttäuschenden) Lichteffekte zu bewerten. Von dem praktischen Anwenderwissen können Leser, die vielleicht selbst einen Partykeller einrichten möchten, sehr profitieren, denn mein Wissen stammt direkt aus meinem Partykeller.

Selbstbauanleitungen

Wer nichts kaufen, sondern lieber selbst bauen mag, wird auch bedient, denn auf Lichteffekt.me finden sich ausführliche Selbstbauanleitungen mit anschaulichen Bildern. Der erste Artikel beispielsweise handelt vom Selbstbau einer Bodennebelmaschine. Eine Materialliste zeigt, welche Dinge man jeweils benötigt (das sind meist übrigens viel weniger als man denkt).

Lichtshows selbst gestalten

Die Rubrik „Lichtshows“ schließlich dient zur Bewertung bekannter Licht-Events. Wie empfinde ich als Profi die Lichtkünste von Genesis, den Stones oder Pink Floyd? Und wie kann man seinen Gästen im Partykeller vielleicht auch schon mit nur wenigen Scheinwerfern eine exzellente Lichtshow vorführen? Es wird also erklärt, wie auch Anfänger eine stimmige Lichtshow entwerfen und umsetzen können.

So bleibt nur noch zu wünschen, dass die neue Seite viele Menschen erreicht und etwas Licht in den Dschungel der im Netz erhältlichen Geräte bringt, von innovativen Selbstbauanleitungen ganz zu schweigen.

Selbstbau Besteckkasten im Holz-Look

Kennt ihr das, man hat es satt, ewig nur Vorgefertigtes zu konsumieren? Man könnte beispielsweise einen Besteckkasten im nächsten Supermarkt ganz locker im hässlichen Plastikdesign mitnehmen, aber man will endlich einmal wieder etwas selbst mit dem eigenen Hirn erdenken und den eigenen Händen erschaffen?

Diese produktive Krise erlebt jeder einmal. Denn der ewige Konsum macht eben nicht ewig glücklich. Glücklich macht es eher, etwas selbst zu schaffen, und das fängt schon bei der Tomatensauce an. Kaufe ich sie mir fertig? Nein, ich kaufe die Tomaten in der Dose, Gewürze, Kräuter, Zwiebeln, Knoblauch und beispielsweise Mais oder Champignons und dann wird selbst hergestellt. Das ist preislich günstiger, durch das Fehlen ominöser Zusatzstoffe weitaus gesünder und viel spannender als die ewig gleichen Tomatensaucen aus der Packung. (Die größte Freude wartet übrigens im Sommer, wenn die Tomaten sogar selbst gezogen sind. Doch dazu ein andermal mehr…)

Genau das gleiche Lied betrifft auch die Lichtanlage: Jeder selbst gebaute Lichteffekt erfüllt einen mehr mit Stolz als ein gekauftes Gerät – und ist zudem auch noch variabler. In die Nebelrampe und den Selbstbau-Vulkan lassen sich verschiedene Scheinwerfer setzen und die Spots des Pink-Floyd-Kreises lassen sich endlos in neuen Mustern ausrichten.

Nun musste ein Besteckaufteiler her und ich habe ihn mit minimalem preislichen Aufwand und innerhalb einer halben Stunde (was viel zu kurz war, da Basteln Spaß macht) gefertigt: Eine Grundplatte (43 mal 20 Zentimeter) und insgesamt fast 2 Meter Holzlatte habe ich verbaut. Die handgesägten Latten wurden einfach auf die Platte geleimt. Da man hinter der Konstruktion noch an weitere Bestecke in der Lade kommen muss, fallen die Fächer recht niedrig aus. Doch das Besteck bleibt fortan brav an seinem Platz, versprochen!

Auch die niedrige Barriere verhindert ein Verrutschen des Bestecks.

Auch die niedrige Barriere verhindert ein Verrutschen des Bestecks.

Nebelrampe erstrahlt in neuem Glanz

Es ist lackiert! Die selbstgebaute Nebelrampe (Beschreibung siehe “Die Rampe und die Lampe”) hat ihren Pressholzlook gegen glitzernde Oberflächen eingetauscht.

Eine rote und fast zwei blaue Spraydosen waren notwendig, um die Holzteile zu lackieren.

Die Zwischenzeit ohne Rampe war übrigens hart. Der Nebel stieg nicht mehr vor den Scheinwerfern auf, sondern blieb am Boden. So hat sich nochmals gezeigt, wie nützlich die Erfindung ist.

Der rote Lack trocknet gerade

Der rote Lack trocknet gerade

Fertig montierte Nebelrampe

Fertig montierte Nebelrampe

Halloween-Lichtshow mit Happy End

Thai-Massagen mit Happy End kennt jeder. Doch wie wäre es mit einer Lichtshow zum Thema Kindstod, die auch ein Happy End hat? Wie das geht, erfahrt ihr hier!

Die Lichtshow am 2. November 2013 war in eine Halloweenparty eingebettet, die mit einem Gruselbuffet begann und mit dem sehr ästhetischen und schaurigen Vampirfilm “Nosferatu – Phantom der Nacht” endete.

Neu waren die am Stativ aufgehängte Spiegelkugel und der selbst konstruierte Kreis farbwechselnder LED-Spots, der an die famosen Lichtshows von Pink Floyd erinnert.

Besonders an der Show, die im Wohnzimmer stattfand war, dass sie thematisch in die Halloweenparty eingepasst, eine Geschichte erzählte. Ein Let’s Read von Gronkh eröffnete den Reigen, das Thema war Kindstod. Der – wie der Kreis -  im Jahr 2013 konstruierte Vulkan wurde zum leuchtenden Sarg, aus dem die Stimme des Kindes als Lichtstrahl tritt. Derart visualisiert leitete das Märchen in einige Gruselsounds über. Es folgten Todesmelodien, traurige Chöre, Atmen und Glockenschläge.

Doch zu deprimiert wollte ich das Publikum nicht zurücklassen, und so wurde mit Rammsteins “Spieluhr”, das von einem vermeintlich gestorbenen, aber wieder auferstehenden Kind handelt, nicht nur der Bogen zum Märchen geschlagen, sondern auch das allseits ersehnte Happy End eingeläutet.

Die Set-List nochmal im Überblick:

  • Wolfgeheul
  • Gebrüder Grimm: Das Totenhemdchen
  • Friedhofsgeräusche
  • Ennio Morricone: Spiel mir das Lied vom Tod (Thema)
  • Giuseppe Verdi: Der Gefangenenchor
  • Atmen
  • Eine Uhr schlägt 12 mal
  • Rammstein: Spieluhr
Die Spiegelkugel zu "Spiel mir das Lied vom Tod"

Die Spiegelkugel zu "Spiel mir das Lied vom Tod"

Der Pink-Floyd-Kreis erstmals im Live-Test!

Der Pink-Floyd-Kreis erstmals im Live-Test!

Kreis und Laser leisten besonders gute Dienste

Kreis und Laser leisten besonders gute Dienste

Die Ferienbande ist zurück

Über die postmodernen Hörspiele der Ferienbande habe ich bereits im Frühling 2011 einen einführenden Artikel geschrieben. Nun meldet sich das Komikerduo “Kai + Sven” mit seinen Helfern zurück. Der Titel des Werks lautet “Die Ferienbande jagt den verflucht dreckigen Schrat”, womit der nunmehr siebte Teil der Serie einen typisch ironischen Namen trägt. Es handelt sich, wie schon beim fünften Teil, um einen Live-Mitschnitt auf zwei CDs.

Ehrensache, dass ich der Aufführung im SO36 im April diesen Jahres beiwohnte. Es war eine toller Abend und auch auf CD muss der neueste Teil der Reihe den Vergleich mit den – vor allem ersten vier – sehr gelungenen anderen Folgen nicht scheuen.
Neben jeder Menge Nonsens, witziger neuer Einfälle und gigantischer Gags gibt es in dieser Folge zwei Besonderheiten:
1) Während der (relativ langen) Szene in einer Höhle entsteht tatsächlich eine gruselige Höhlenstimmung, die nicht gleich durch Witze kaputt gemacht wird. Diese gut zehn Minuten kommen sehr atmosphärisch rüber.
2) Das End ist außerordentlich “happy” (aber selbstverständlich nur, bis der Hund Bambi von der fröhlichen Bande totgetanzt wird).

Wie auch in anderen Abenteuern der Ferienbande, werden verschiedene Menschengruppen aufs Korn genommen. Besonders hart erwischt es diesmal Kinderliedermacher, in der Höhlenepisode verkörpert duch Frieder und Frieda. Ein Song dieses Duos und einige Anspielungen auf TKKG und die drei ??? runden das flotte Abenteuer ab.

Alles in Allem haben wir hier etwa zwei Stunden Gags am laufenden Band. Ganz im Sinne postmoderner Kunst bezieht man sich gern auf andere Werke (selbst Gollum tritt kurz auf) und selbstreferenziell ist man sowieso. Gerade das macht die Ferienbande so besonders.

Kreis aus 10 LED-Spots erinnert an die großen Lichtshows von Pink Floyd

Schon lange war es mein Wunsch, einen Kreis aus Scheinwerfern zu bauen. Gleich zwei Touren lang (”A Momentary Lapse of Reason” und “The Division Bell”) begleitete Pink Floyd ein Kreis aus dutzenden beweglichen Farbwechselscheinwerfern. Die Außmaße waren enorm und der Kreis füllte die gesamte Hinterwand der Bühne aus. Nun habe ich – nicht in beweglicher Form, aber immerhin mit fernbedienbarem Farbwechsel – diesen Kreis in kleinem Maßstab nachgebaut. Wie das geht und was dabei heraus kam, erfahrt ihr hier.

Zunächst einmal braucht man etwas Kreisrundes. Bevor man sich mit der Stichsäge zu Werk macht, empfiehlt sich ein Schild, ganz legal zu erwerben beispielsweise beim Schilderversand. Dieses Schild hat gegenüber einer Holzplatte den Vorteil, dass es eine punkige Note in das Projekt bringt, und das gewisse Etwas. Ich entschied mich für ein Schild mit 60 Zentimetern Durchmesser, denn 10 Spots sollten daran montiert werden.

Das Schild wurde an eine Holzleiste geschraubt, die wiederum mit Winkeln und Schrauben auf einem dicken Holzbrett arretiert wurde:

Stabil sollte die Konstruktion schon sein. Rot lackiert macht sie einiges her.

Stabil sollte die Konstruktion schon sein. Rot lackiert macht sie einiges her.

Dann braucht man noch die Spots. Ich wählte Klemmspots, wie jeder sie zum Lesen am Bett hat. Nach einiger Recherche fand ich Exemplare für knappe 4 Euro pro Stück – der Normalpreis solcher Spots liegt unerfindlicherweise bei 11 bis 15 Euro. Die Klemmspots haben die Fassung E 14. Die größere Fassung E 27 bringt in diesem Falle nichts (außer dass die Spots klobiger wirken und mehr Gewicht mitbringen), denn in den Lampen werden die gleichen LEDs verbaut. Nun werden die Spots in regelmäßigen Abständen an das Schild geklemmt.

Abschließend brauchte ich nur noch Leuchtmittel. Ich wählte LED-Lampen, die per Fernbedienung die Farbe wechseln können (Pläne, nur weiße LED-Lampen zu verwenden, verwarf ich schnell wieder). Im Bündel sind diese Leuchtmittel aus England sehr günstig zu haben. Wichtig ist bei der Auswahl, dass die Lampen kein zu breites (Flut-) Licht machen. Am Besten, man hält nach welchen Ausschau, bei denen in Kundenrezensionen bemängelt wird, sie würden nur einen Punkt an die Wand werfen. Das sind dann genau die Spots, die im Nebel wunderbare Lichtkegel zaubern.

Womit wir auch schon beim letzten Punkt wären: Zimmer abdunkeln, Nebelmaschine anwerfen und am Besten Pink Floyd hören. Hier nun einige Eindrücke. Mit Bedacht wurden die Fotos im Freien aufgenommen, um dynamischere Nebelwolken zu haben.

Der Standard, bei Pink Floyd zur Beleuchtung der Bühne oft zu sehen

Der Standard, bei Pink Floyd zur Beleuchtung der Bühne oft zu sehen

Nur während "On The turning Away" ganz am Ende zu sehen: Alle Scheinwerfer geradeaus

Nur während "On The turning Away" ganz am Ende zu sehen: Alle Scheinwerfer geradeaus

"Us and Them" und vor allem "Run like Hell" profitieren von (in Wirklichkeit bewegten) Iris-Beams

"Us and Them" und vor allem "Run like Hell" profitieren von (in Wirklichkeit bewegten) Iris-Beams

Nebenbei sei hier auch ein Effekt genannt, der ebenfalls aus meiner Selbstbaureihe stammt: Der gerade im letzten Bild gut zu sehende Vulkan mit blauem Spot in der Mitte und orangener Lichterkette als Lawa.

Nun bleibt nur noch zu sagen, dass eine spezielle Show (fast) nur mit dem Kreis bereits geplant ist. Seid gespannt!